Dein Muskel ist ein Organ, kein Beiwerk: Was fit altern wirklich heißt | Prof. Dr. Ingo Froböse

Shownotes

Der größte Fehler beim Älterwerden beginnt oft schon mit 30.

Ab diesem Zeitpunkt verlieren wir Jahr für Jahr Muskelmasse, oft unbemerkt. Gleichzeitig bewegen wir uns immer weniger und unterschätzen, welche Folgen das langfristig für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Selbstständigkeit haben kann.

Anton spricht genau darüber mit Prof. Dr. Ingo Froböse, Sportwissenschaftler und Experte für Prävention und Gesundheitsförderung: Warum Muskulatur ein eigenes Organ ist, weshalb Bewegung die wirksamste Präventionsmaßnahme bleibt und warum wir seiner Meinung nach kein Belastungs-, sondern ein Regenerationsproblem haben.

Was Du in diesem Gespräch mitnimmst:

  • Weshalb Sitzen Deiner Gesundheit schadet
  • Wie Du gesund älter wirst
  • Warum Regeneration so wichtig ist
  • Welche Gewohnheiten langfristig den Unterschied machen können

Mehr über Prof. Dr. Ingo Froböse: Webseite: https://www.ingo-froboese.de/#forward Instagram: https://www.instagram.com/formel_froboese YouTube: https://www.youtube.com/user/HappyAndFitGesund Bücher: amazon.de/stores/author/B00456Q1X0/about

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Kapitel:
00:00:00 Intro
00:01:28 Der Muskel als Organ
00:02:37 Wann baut der Körper Muskeln ab?
00:03:49 Ausdauer oder Krafttraining: was wann?
00:06:38 Wie sollte das Training aussehen?
00:08:48 Was sich seit 1993 verändert hat
00:12:54 Ist Sitzen das neue Rauchen?
00:15:00 Wie viel bringt Bewegung wirklich?
00:17:31 Lebensmittel oder Nahrungsmittel?
00:19:47 Wie entgiftet der Körper?
00:22:54 Kurze Fragen, kurze Antworten

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00:00:00: Gesundheit begeht nicht an der Arztpraxis, sondern in den eigenen Vierwänden im Wohnzimmer.

00:00:04: Wer sich heute keine Zeit für seine Gesundheit nimmt wird sich ganz viel Zeit für die Krankheiten leben müssen.

00:00:09: Man könnte ja fast sagen sitzen ist das neue Rauchen.

00:00:12: Stehen ist aber auch nicht die Lösung bei den Teens und bei den Jungen Erwachsene.

00:00:15: da ist es kein Kraftrennen das ist Bildhauerrei.

00:00:18: Muskeln müssen brennender Bezieh wachsen.

00:00:20: Das ist die Botschaft.

00:00:22: Die Menschen wissen nicht wie sie regenerieren sollen.

00:00:25: Willkommen zu einer neuen Folge im Hallelujah Podcast.

00:00:29: Unsere Mission

00:00:30: ist deine Gesundheit.

00:00:32: Viel Spaß mit dieser Folge!

00:00:57: Also

00:01:01: letztendlich haben wir vor der Wissenschaft auch immer große Probleme.

00:01:03: Deswegen gehabt, weil wir uns viele Jahrzehnte immer nur mit dem Herzkreislaufsystem beschäftigt haben also bei immer gedacht Lungeherz da sind so unsere Kernorgane und haben dabei die Muskulatur vergessen.

00:01:14: Und die haben wir immer noch vergessen denn keiner glaube ich von euch Die uns gerade auf Zuhöre ist jeweils beim Arzt nach seiner muskulatur gefragt worden.

00:01:23: und das ist schade weil wir mittlerweile festgestellt haben, dass das Muskulatur ein eigenes Organ ist.

00:01:32: Weil es Botenstoffe ausschüttet... Und viele innere Organe stimuliert bestimmte Dinge einfach richtig zu tun und gesund zu bleiben.

00:01:38: Das heißt, ohne Kraft wissen wir alle können wir bestimmte Performance- und Leistungsfähigkeit nicht erbringen.

00:01:44: aber ohne Muskelvolumen geht es eben nicht weil wir dann auch viele Organe den Stoffwechsel insbesondere nicht aktiv stimulieren.

00:01:51: das bedeutet also muskulatur ist mittlerweile eine organ oder nicht nur ein oberbeweger oder etwas für die Ästhetik.

00:01:59: Ingo erzähl mal wer bist du und was machst du?

00:02:02: Also ich bin ehemaliger Leistungssportler, ich war früher relativ schneller Läufer.

00:02:06: Ich habe das als Initialzündel für meine Karriere genommen die dann an der Deutschen Sporthochschule begann mit einem Studium was sich mit dem großen Thema Rehabilitation beschäftigte wo ich mich damit auseinandergesetzt habe, wie wirkt eigentlich körperliche Aktivität im Sinne der Rehe auf ganz bestimmte ja chronische Erkrankungen oder Behinderung.

00:02:26: Und hab das dann weiterentwickelt und beschäftige mich seit dreißig Jahren mit dem großen Trämer Gesundheitsförder- und Präventionen.

00:02:33: Ich war der erste Lehrstuhl in Deutschland, der überhaupt das Thema Prävention in den Mittelpunkt gestellt hat und dementsprechend beschäftige ich also mit den größten drei Themen.

00:02:42: Bewegung, Ernährung, Regeneration – wie wirken Sie auf die Gesunterhaltung und die Lebensqualität für die Menschen?

00:02:50: Stark!

00:02:51: Der erste Lehr-Stuhl, wann war der Lehr- Stuhl genau?

00:02:53: Dreiundneinzig

00:02:54: habe ich ihn bekommen, also schon ganz lange her bin er mittlerweile auch alt geworden bin neun, sechzig Jahre und hab also dann vor dreieinundzig.

00:03:02: eben bis jetzt forsche ich immer noch weiter an diesem großen Thema.

00:03:05: Also dreißig Jahre ist das so ein bisschen meine forscherische Heimat gewesen.

00:03:11: Ab wann beginnen wir Muskulatur abzubauen?

00:03:14: Es ist ab Dreißig, ab Vierzig, ab Fünfzig.

00:03:17: Wann ist es deiner Meinung nach?

00:03:18: Also wir haben den Höhepunkt unserer Kraft und unseres Volumens in der Regel so ab mit dem fünfundzwartigsten Lebensjahr.

00:03:23: Und danach, so auf dem dreißnissen Lebensjahre verlieren wir etwa, wenn wir nichts dagegen tun.

00:03:27: das ist die wichtige Botschaft.

00:03:29: Wir können es natürlich erhalten aber normalerweise verlieren wie etwa ein Prozent Kraft und ein Prozent Volumen jedes Jahr ab dem dreißigsten Lebensjahr, sodass wir – kann man sich vorstellen quasi mit sechszig, fünfzig oder sechzig schon – ein Drittel unserer Kraft- und muskulär Masse verloren haben.

00:03:47: Und das ist eben schlecht weil damit ich so ein bisschen das Orchester des Körpers verliere.

00:03:52: Das Orchester Des Körperes, damit beschreibe ich, so ein bissel der Zusammenspiel von Fettmasse, Bindegewebe, Wasser und Muskelgewebe.

00:04:00: Und dieses muss immer in einer gewissen Harmonie bleiben, das haben wir nur im Alter etwa bis zum Jahr zwanzig dreißig und danach verändert es sich sehen die meisten Menschen auf der Waage.

00:04:09: aber das ist für mich kein Kriterium.

00:04:11: viel entscheidender ist es was passiert im Körper und da ist der Verlust der Muskelmasse eine der größten Trigger dass veränderungen sich sowohl in der Optik als auch in der Gesundheit herstellen.

00:04:23: okay Die Dinge, die man dann machen sollte, die wir jetzt als Muskulatur wenn sich die langsam abbaut.

00:04:31: Was ist da dein deine Einschätzung dazu?

00:04:34: Was gibt's dafür in Handlungsbedarf?

00:04:36: Der andere ist relativ eindeutig.

00:04:37: so solltest du die ersten zehn bis zwanzig Jahre also etwa bis zum fünftigsten Lebensjahr so viel sportliche Aktivitäten machen wie möglich.

00:04:45: viele Alltagsaktivität machen die meisten Menschen ja auch.

00:04:48: die treiben mit diesem Alter ja relativ viel Sport.

00:04:50: wichtig ist aber dass du in diesem alter die PS der muskulatur Versuchst zu erhalten.

00:04:56: Was meine ich damit?

00:04:57: Ich meine, damit.

00:04:57: in jeder Muskelzelle sind sogenannte Kraftwerke die nennen wir Kraftwerken weil sie die Energie bereitstellen.

00:05:03: Die bauen zum Beispiel bei uns beiden antwort etwa sechzig bis siebzig prozent energie jeden tag.

00:05:09: das macht insbesondere Das organ vitokondrien In unserem körper und auch in der muskelzell haben wir etwa tausend bis zweitausend dieser mit okon.

00:05:17: um diese zu erhalten müssen sie lernen, Fette zu verbrennen und der Hilfe von Sauerstoff.

00:05:22: Und deswegen ist in dem Alter von zwanzig bis oder von dreißig bis fünfzig insgesamt das Ausdauertraining ganz entscheidend.

00:05:29: Raden schwimmen, worten, Nordicurken wandern.

00:05:32: Das sind hier die Sportarten, die ich brauche und vielleicht mal ein bisschen Spielsportarten um noch viel Freude dabei zu haben.

00:05:38: ab dem fünftigen Lebensjahr.

00:05:40: dann kippt das Dann wird das Muskeltraining viel bedeutsamer Weil ich dann eben ein bisschen das Leben und die Kraft der Muskulatur erhalten muss, um letztendlich Selbstständigkeit Mobilität zu erhalten aber Gesundheit zu garantieren.

00:05:54: Also verändert sich das im Laufe des Lebens.

00:05:56: Jede Dekade hat so ein bisschen andere Schwerpunkte.

00:06:01: Was heutzutage du von Kraft trennst?

00:06:03: Ich habe da verschiedene Meinungen darüber.

00:06:07: Sollte man das auch machen schon in jungen Jahren?

00:06:09: und bin ja wie viel!

00:06:11: Also das, was ich gerade so sehe bei den teens und bei den jungen Erwachsenen.

00:06:17: Das ist kein Krafttreten, sondern Bildhauerei.

00:06:19: Da geht es ja im weitesten Sinne nur darum ein bisschen in Körper zu formen und zu stylen.

00:06:25: Es hat nichts mit Fitness oder Gesundheit zu tun, das ist nur Bildhauerrei.

00:06:29: Daran erkennt man aber schon Ja die Menschen haben verstanden dass Muskulatur eine größere Rolle spielt.

00:06:36: Muskeltraining solltest du in der Tat so ab dem dreißigsten Lebensjahr langsam beginnen.

00:06:40: Die Weltgesundheitsorganisation sagt selbst, seit drei bis vier Jahren zweimal pro Woche sollte es sein um eben den Verlust der Kraft und das Verluste des Volumens aufrecht zu erhalten.

00:06:51: Ich mache das beispielsweise dreimal in der Woche.

00:06:53: mittlerweile habe ich früher auch nicht gemacht Und wir haben in Köln ein schönes Motto, das heißt je oller, je doller.

00:06:59: Je älter ich also geworden bin umso mehr habe ich die Muskulatur im Mittelpunkt gestellt und hat das Ausdauertraining reduziert?

00:07:06: Ich mache nur noch drei bis vier Mal in der Woche Ausdauertraining dafür aber dreimal in der Woche Muskeltraining.

00:07:13: Und du wenn es jetzt so sagt Bildhauerei was ist dann deiner Meinung?

00:07:16: nach dem sagen wir den jetzt für eine Bildhauri hin zu dem was für die Gesundheit akkurat ist machen Was sind deine?

00:07:25: Was empfiehlst du für Krafttraining?

00:07:29: Muskeltraining heißt im Sinne erst einmal, deswegen nenne ich auch Muskeltrainig.

00:07:32: Kraft ist das eine aber die Muskelatur muss ja lang und beweglich bleiben.

00:07:36: Das heisst zu MuskeltRAINING gehört für mich natürlich auch Beweglichkeitstraining den Training der Gelenk.

00:07:41: Das sollte jeder einmal am Tag seine großen Gelenke durchbewegen.

00:07:45: Das kann man dann einfach relativ leicht machen, indem er sich beugt und streckt nach rechts und links.

00:07:50: aber alle großen Gelnke müssen einmal im Tag durch bewegt werden.

00:07:54: das erhält ihre Mobilität und ihre Gelenklichkeit.

00:07:56: Schau mal zum Beispiel der Schultergelenk.

00:07:58: das muss ist lebt von der Beweglichkeit und das braucht dreihundertsechzig Grad Bewegung.

00:08:03: also wie so eine Windmühle den Armmal komplett in allen Richtungen drehen und bewegen.

00:08:08: das macht Sinn.

00:08:09: damit die Bewegligkeit damit auch die Leistungsfähigkeit der Muskulatur erhalten bleibt, braucht es eben diese Mobilität.

00:08:16: Und das kann jeder mal eben zwischendurch machen.

00:08:19: Zwei bis dreimal in einer Woche Muskeltraining insbesondere der großen Muskelgruppen, warte obercheckliche Säß ist da empfehle ich immer zu Beginn kann man sehr schön machen.

00:08:28: Kniebeut eine der besten Übungen überhaupt.

00:08:31: Für Bauch und Rücken kann man, weiß jeder wie das geht.

00:08:34: Bauchtraining zum Beispiel auf der Matte bei Oberkörperaufrichten genau umgedreht.

00:08:39: Wenn man im Bauchlage hat den Rücken anheben mit Rückentraining und immer ein bisschen Liegestütze zu machen glaube ich dass trainiert Oberarme und Schultern und das reicht in der Regel.

00:08:48: Fünfzehn bis zwanzig Minuten so das zwei bis drei Mal in der Woche so zu machen.

00:08:53: und jetzt kommt Achtung Muskeln müssen brennender Bezieh wachsen.

00:08:57: Das ist die Botschaft.

00:08:59: Das heißt also immer nur mit leichten Gewichten zu machen, das ist nicht richtig sondern Muskeln müssen brennen.

00:09:04: Das heisst wir müssen immer ein Gespür und Gefühl haben dass Muskulatur müde ist kaputt ist erschöpft ist.

00:09:11: Das ist der richtige Reiz.

00:09:13: bis dahin müssen wir gehen und dann reichen diese sechs großen Muskelgruppen in der Regel aus.

00:09:18: Okay, das is ja eine gute Antwort.

00:09:25: Es war eine ganz andere Zeit, Prävention und das.

00:09:31: Da war ja mehr das Motto, schlafen kann ich wenn nicht tot bin.

00:09:36: Und ... der war eine völlig andere Annahmen da.

00:09:40: was waren für diese D-Dinge wo du gedacht hast wow also dieses ist im Vergleich zu jetzt völlig anders.

00:09:47: Also damals war in der Tat das Herzkreislauf Training.

00:09:50: alle mussten laufen.

00:09:51: Das war die Zeit von Aerobic.

00:09:54: Da wurde immer Herz-Kreislauf-Training gemacht, werden in allen Dimensionen.

00:10:00: Da ist damals auch aerobik die Fitnessstudios mit Calisthenics, wir haben diese ganzen tänzerischen Komponenten Step Aerobic das ist alles so ein bisschen dann in die deutschen Fitnessstudies übergeschwappt und das war hier auch eine richtige Philosophie.

00:10:14: Das so in den Achtziger Jahren wurde das alles vorbereitet.

00:10:17: In der Neunziger Jahre haben wir ein bisschen dann erlebt, dass die Menschen immer kranker wurden.

00:10:24: Das waren so die ersten Hinweise darauf.

00:10:26: das Übergewicht kam ein bisschen viel mehr.

00:10:29: denn in der Tat wie du vorher gesagt hast Vorher war immer Leistungsfähigkeit, Performance.

00:10:34: Wir mussten die Welt aufbauen und die Wirtschaft nach vorne tragen.

00:10:37: Das hatten wir schon eine ganz andere Philosophie.

00:10:39: Wir haben auch viel mehr gearbeitet.

00:10:41: Da war vierzig-fünfundvierzig Stundenwoche völlig normal früher über das was wir heute diskutieren.

00:10:46: Und da wurde auch Samstags noch stellenweise gearbeitet.

00:10:48: ob das richtig war oder nicht sei dahin gestellt.

00:10:51: aber dort war eben deutlich mehr körperliche Arbeit noch die Normalität was wir Heute nicht mehr haben.

00:10:57: Und das ist der größte Unterschied, den ich mittlerweile erfahre.

00:11:01: Haben wir früher noch viel mehr mit eigenen Händen geschaffen, Holz gehackt, Garten bearbeitet, Wege zurückgelegt aktiv?

00:11:11: Dann ist das ja heute komplett weggebrochen und alles ist automatisiert.

00:11:14: Wir haben überall Unterstützung.

00:11:16: selbst die E-Mobilität ist ja mittlerweile überall findet sich statt und die Kinder und Jugendliche bewegen sich ja kaum noch.

00:11:22: außer auf den Scootern sind sie unterwegs sodass letztendlich jede körperliche Aktivität mittlerweile verloren ist und unsere Statistiken zeigen, dass sie in den letzten Jahren das Sitzen-Vervielfacht hat.

00:11:34: Die Sitzzeiten sich vervielfach haben.

00:11:37: Und das ist das eigentliche Kernproblem.

00:11:38: Wir sitzen einfach deutlich viel mehr... als eben, neunzundhundertneunzig oder neunzehnachzig und neunzentseinzipzig.

00:11:44: Und das führt einfach dazu, dass wir viele Fähigkeiten des Körpers viel zu früh verlieren.

00:11:49: Das was sich am meisten verändert hat sind also die Sitzzeit, die Inaktivitätszeit der Bewegungsmangel.

00:11:54: Der ist massiv geworden!

00:11:55: Und zum zweiten, was sich auch komplett verändert hat... Wir ernähren uns viel schlechter als früher.

00:12:01: Wir haben früher viel mehr selber gekocht, wir haben früher sehr viel mehr eben in eigenen Garten noch gehabt und das bewirtschaftet.

00:12:07: Das nimmt uns die Industrie mittlerweile ab.

00:12:09: Die ganze industriell verarbeitete Ernährung, die wir heutzutage überall findet, verpackte Dinge in den Kühl-Tronen, die Lieferdienste, die uns alles nach Hause bringen.

00:12:19: Früher war Ernährungen auch immer mit Arbeit und Aufgabe verbunden – auch das hat sich verloren!

00:12:24: Und insofern sind das so wegen wesentlicher Komponenten.

00:12:26: das letzte ist?

00:12:28: Auch für mich ein wichtiges Thema, oder dann haben wir auch die Schnittstelle zu eurer Profession.

00:12:32: Das ist das große Thema der Regeneration.

00:12:34: Die Menschen wissen nicht wie sie regenerieren sollen und deswegen haben wir.

00:12:38: Und also dass es vielleicht provokativ für alle, die uns hören Wir haben kein Belastungsproblem in unserer Gesellschaft und gleich alle immer erzählen Sie am Stress Sie haben Probleme mit dem was sie da draußen haben.

00:12:48: Nein!

00:12:48: Wir haben eine Regenerationsprobleme.

00:12:50: Die Menschen nicht wissen wie sie regnerieren können und was sich tun soll.

00:12:53: und da ist unter anderem Wärme Temperatur, eine der wichtigsten Steuergrößen um Temperaturegulation zu erlernen und dementsprechend in Regeneration hineinzukommen.

00:13:04: Und da hilft letztendlich auch natürlich so ein bisschen für mich bei euch das Saunieren, Körperreize zu setzen dass Temperatureggulation wieder gelernt wird.

00:13:14: also die meisten Menschen gar nicht können.

00:13:16: wir im Sport können das.

00:13:17: genau das ist der Benefit des Sportes Temperatureglation.

00:13:21: wenn wir das nicht können haben wir verloren.

00:13:25: Es hat sich sehr viel geändert mit E-Mobilität, mit Sitzen.

00:13:30: Man könnte fast sagen Sitzen ist das neue Rauchen.

00:13:33: Du, das stimmt!

00:13:35: Und zwar ist es ein unabhängiger Risikofaktor – ich gebe dir jetzt mal eine schlechte Botschaft hier über den Kanal.

00:13:40: Wer acht Stunden am Stück sitzt muss jeden Arm mindestens eine Stunde intensiv sportlich aktiv sein um die ganzen Nachteile zu kompensieren.

00:13:48: Jeden Tag!

00:13:50: Das heißt, acht Stunden sitzen braucht eine Stunde körperliche Aktivität Und das schaffen die meisten Menschen natürlich nicht.

00:13:55: Die treiben zwei bis dreimal in der Woche Sport und meinen, dass ist viel.

00:13:59: Das reicht aber nie aus!

00:14:00: Und wundern sich, dass ihre Muskel schwindeln, dass ihr Stoffwechsel immer schlechter wird, dass Ihr Körpergewicht immer höher wird, das Ihre Herz-Kreislaufleistungsfähigkeit nachlässt – das liegt an den langen Sitzen.

00:14:11: Zehn Stunden Sitzen sind für den Körper der Supergau.

00:14:14: Okay,

00:14:16: d.h.,

00:14:16: was wären dann deine Empfehlungen?

00:14:20: stetisch?

00:14:22: Laufband beim Städtisch haben und während der Arbeit gehen oder was ist für dich die optimale Empfehlung?

00:14:28: Also das ist ja in der Regel nicht praktikabel, dass sich alle irgendwie ein Laufband unter den Tisch stellen.

00:14:33: Da braucht man schon Arbeitgeber, der das macht.

00:14:35: stehen ist aber auch nicht die Lösung Denn wenn ich eine Stunde stehe es ist auch nicht viel besser als wenn ihr eine Stunde sitzt weil ich bin ja trotzdem inaktiv.

00:14:44: Und auch wenn Arbeitgeber manchmal stetische kaufen, die Arbeitnehmer nutzen sie ja gar nicht.

00:14:49: Sie bleiben trotzdem sitzen weil das Stehen einfach anstrengend da ist.

00:14:52: Deswegen ist meine Botschaft macht doch bitte unter.

00:14:55: Breche die jährliche jede Stunde deine Sitzzeit um mindestens fünf bis zehn Minuten.

00:15:01: Das heißt, jede Stunde stell dir den Wecker.

00:15:03: Für fünf Minuten machst du körperliche Aktivität.

00:15:06: Gehst ins Treppenhaus, nutzt beispielsweise auch den Gang zum WC in dem du das WC nicht direkt um die Ecke nutzt sondern drei Etagen höher weil das aktiviert den Mechanismus des Körpers wieder und vor allem macht vielleicht kleine Übungen.

00:15:19: Du verlierst nichts an Leistung dann sie im Gegenteil gewinnt bis danach viel belastbarer.

00:15:24: also jede Stunde sollten wir für mindestens fünf Minuten die Sitztätigkeit unterbrechen.

00:15:31: Wenn du jetzt sagst, was nicht ob der Satz auch unter anderem von dir geprägt würde.

00:15:38: Wer heute nichts für seine Fitness tut, der muss später mit der Krankheit rechnen.

00:15:45: Gibt's irgendwie Zahlenstatistiken wo du sagst man musst es unbedingt angehen ansonsten machts die fertig?

00:15:54: Also der Satze heißt korrekt wer sich heute keine Zeit für seine Gesundheit nimmt wird sich ganz viel Zeit für deine Krankheiten nehmen müssen Und das ist in der Tat so.

00:16:04: Das hat Farrag Kneip schon geprägt, also uhr alt und das stimmt auch!

00:16:09: Wir haben alle eine Eigenverantwortung für uns selbst.

00:16:11: wir dürfen die Krankheit nicht beim Arzt abgeben.

00:16:15: Gesundheit begeht nicht an der Arztpraxis sondern in den eigenen vier Wänden im Wohnzimmer.

00:16:19: da beginnt gesundheit und das müssen wir erstmal alle verstehen.

00:16:22: Wir wissen dass wir erstens durch regelmäßige körperliche Aktivität und eine bessere Fitness etwa acht bis zehn Jahre länger leben können Wichtiger Satz, acht bis zehn Jahre länger leben.

00:16:34: Das ist schon einer der wichtigsten Botschaften.

00:16:36: Aber das ist die beste Longevity-Maßnahme, die es gibt körperliche Aktivität zu machen und den Sauerstoffaustausch wiederzufördern.

00:16:42: Zweitens wir können durch körperlicher Aktivitäten viele Erkrankungen verbeiten oder minimieren.

00:16:49: Wir wissen dass wir bei vielen Krebsarten ein um dreißig Prozent geringeres Risiko haben wenn wir körperlich aktiv sind Wenn wir regelmäßig Sport treiben.

00:16:58: Bei Krebsarten muss man hoher Wohlgemerk sein.

00:17:00: Wir wissen, dass wir bei vielen Stoffwechselerkrankungen, weil Diabetes Typ II ist eine klassische Muskelschrunderkrankung.

00:17:06: Fünfzig bis Sechzig Prozent von Diabetes Type II würde nicht auftauchen wenn wir Muskeltraining betreiben würden!

00:17:13: viel bessere Prävention auf Maßnahme.

00:17:15: Wir wissen, dass viele Herz-Kreislauferkrankungen, Herzinfarkt schlagernfälle, Bluthochdruck sehr dadurch geprägt sind, dass wir eben zu wenig körperliche Aktivität machen.

00:17:25: auch hier etwa in einer Größenordnung von fünfzehn bis dreißig Prozent haben wir eine Reduktion dadurch von vielen Erkrankungen des Herzkreislaufsystems.

00:17:33: wenn wir regelmäßig körperlicher Aktivitäten treiben heißt also in Summe Es gibt keine bessere Präventionsmaßnahme, als regelmäßig am besten täglich sich zu bewegen.

00:17:43: Weil es die meisten chronischen Erkrankungen – wir nennen sie ja so harmlos – Zivilisationserkrankungen vermeiden, die in der Tat durch unsere Umwelt und unser Gesellschaft geprägt sind.

00:17:53: Wir müssen wissen dass nur zehn Prozent unserer Krankheiten durch unsere Gene bestimmt sind.

00:17:59: Neunzig Prozent bestimmen wir selbst und unser Leben still.

00:18:03: Das ist sehr schön gesagt!

00:18:06: Du sagst hast vorhin erwähnt verarbeitete Lebensmittel.

00:18:11: Und wer ist das unverarbeitet in den Lebensmitteln?

00:18:13: Was ist da deine Meinung dazu?

00:18:14: Sagst du, wenn man einkauft zur Zutatenliste je weniger drauf steht, dass es gesünder ist oder...

00:18:22: Also ich kann mal ganz klar sagen letztendlich sind diese industriell verarbeiteten Lebensmittel für den Körper nicht gut.

00:18:28: Man kann es natürlich mal essen aber die Überproportionalität, die wir aktuell in unserer Gesellschaft finden.

00:18:33: Fast Food ist für die Gesundheit absolut kontraproduktiv.

00:18:37: Erstens, weil die ganzen Verdauungsprozesse unter Fast leiden.

00:18:41: Es geht nur mit Slow, mit ruhig und langsam, mit auch Verarbeitungszeiten, die wirklich dem Körper in die Lage versetzen ausreichend zu verarbeiten.

00:18:50: Aber grundsätzlich heißt das ja, die Qualität des Essens ist sehr entscheidend.

00:18:54: Und deswegen sind Lebensmittel besser als Nahrungsmittel.

00:18:57: Denn die Industrie bietet uns nur Nahrungsmittel an – und keine Lebensmittel!

00:19:01: Was soll in so einem Schibs drin sein?

00:19:04: In einem Weißbrötchen von McDonald's.

00:19:08: Ja, nichts natürlich.

00:19:09: Nichts was der Körper nutzen kann ist belastet ihn nur und das kann man natürlich mal machen weil der Körper damit klarkommt.

00:19:15: Der ist ja schlau.

00:19:16: aber auf der anderen Seite essen wir tausend Kilogramm pro Jahr Und wenn wir bei tausen Kilogrammen pro Jahr achtzig Prozent eben keine gute Qualität haben dann haben wir ein echtes Problem Weil wir haben die Verantwortung.

00:19:27: jetzt kommt es Nahrung ist ja mehr als eben nur Energielieferant.

00:19:32: Natürlich liefert Nahrungsenergie Das macht die Industrie ja perfekt Aber wir brauchen auch Baustoffe Denn der Körper kann ja nur aufbauen, wenn er die Baustoffe von uns Menschen bekommt.

00:19:42: Und wenn wir es ihm nicht liefern?

00:19:43: Dann haben wir ein Problem.

00:19:44: Alterungsprozesse stellen sich viel früher ein.

00:19:47: Der Baustopf ist das Protein und in den meisten Lebensmitteln außer jetzt bei den... Mittlerweile hat die Industrie es auch hier erkannt dass wir mittlerweile so einen Protein halb haben.

00:19:57: Heißt, dass wir eben dringend darauf achten müssen, dass ausreichende Proteine auf dem Teller liegen.

00:20:03: aber dann auch vernünftige Ja?

00:20:04: Und eben nicht industriell verarbeitete, nicht irgendwelche chemisch hergestellte.

00:20:09: Nicht kontaminierte!

00:20:11: Ihr ist irgendwelchen Pilferchen.

00:20:12: Nein da soll das echte Lebensmittel sein weil nur echte Lebensmittel kann der Körper optimal verarbeiten.

00:20:18: Wow zum Thema tausend Kilo.

00:20:21: von den Tausenden Kilo die wir zu uns nehmen ist es ja so dass da natürlich auch schwermittelle Umweltgifte enthalten sind.

00:20:29: Was kannst du uns über Entgiftung beziehungsweise schleichende Fairgiftungen sorgen?

00:20:34: Also grundsätzlich ist es ja so, dass wir viele, viele Dinge dem Körper zumuten die er mit denen der erstmal ganz gut klarkommt.

00:20:44: Zunächst.

00:20:45: Er hat ja viele Systeme, an denen wir mal gerade auch die Entgiftungsorgane leber und niere, die wunderbar funktionieren.

00:20:50: Und wenn ich da noch ausreichend trinke... Also das Abtransportiere ist ja die Flüssigkeit, die ich dringend brauche, dann heißt es sehr, dass sich meistens damit klarkommen.

00:20:59: Nur wenn ich immer tagtäglich, Tag-Ei-Do-Tag aus den Körper eben mit Giftstoffen konfrontiere einerseits über die Nahrung Zum Zweiten bekommen wir natürlich viele Dinge auch wie du sagst über die Umwelt, die uns stark belasten.

00:21:11: Auch UV-Licht ist ja so etwas beispielsweise.

00:21:14: dann haben wir echte Probleme weil die Reparaturprozesse irgendwie leiden.

00:21:19: es kommt zu DNA Schäden Es kommen zu Schädern an unser Genetik weil eben die Reparatur nicht stattfindet.

00:21:25: Und ich habe ja gerade auch schon mal gesagt, wir haben ein echtes Regenerationsproblem und das heißt insbesondere auch dass wir dem Körper nicht ausreichend in die Lage versetzt ist zu reparieren.

00:21:34: Er hat ja viele verschiedene Reparatursysteme.

00:21:37: zell erneuerung beispielsweise Flicken reinigen all das passiert ja im körper völlig unmerklich.

00:21:42: Du musst dir mal vorstellen, dass wir sechshundert Milliarden Blutzellen täglich erneuern.

00:21:47: Es geht aber nur, indem der Körper ausreichend Baustoffe hat und nicht eben unter anderen toxischen Rabbedego leidet.

00:21:55: Das bedeutet also dass wir dringend natürlich gegen die Entgiftung oder für die Ent Giftung etwas tun sollen.

00:22:01: erstens die Leber vernünftig versorgen weniger Zucker und weniger Fruktose insbesondere Ausreichend Proteine essen damit die Lebe auch reparieren kann.

00:22:11: das für die Niere braucht dringende Flüssigkeit.

00:22:14: Ihr braucht dringend eben Wasser und nicht in Form von Limonaden, sondern Wasser ist immer noch das wichtigste Lebenselixier.

00:22:22: Und da müssen wir dreißig Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag trinken damit dass überhaupt stattfinden kann.

00:22:28: Das bedeutet für jeden von uns etwa gute zwei Liter wenn die Sporttreiber sogar mehr damit abtransportiert werden können was der Körper wirklich aus dem Körper heraus transportieren muss, nämlich alle Giftstoffe.

00:22:40: Alle Stoffe mit denen er nichts anfangen kann.

00:22:42: und das Letzte ist.

00:22:43: ich sollte die Muskulatur und die Lymphbahn als Entgiftungsorgan weiter nutzen in das was du morgens ja machst.

00:22:49: Du rechst und streckst dich ja morgens.

00:22:52: Das tut dir hier unheimlich gut weil die den ernsten Abfallprodukte der Nacht liegen.

00:22:56: eine Lymphknoten Und die Limpfknot sind ja auch Entsorgung Systeme Die wir häufig vergessen.

00:23:01: aber die Lymfe zum fließen bringen heißt reinigen heißt entsorgen Und dabei hilft ausschließlich Muskelarbeit, weil Muskulatur auf die Lymphknoten drückt und dementsprechend dann die Lümpfe wieder zum Fließen bringt.

00:23:15: Bedeutet also Bewegung körperlicher Aktivitätsalter der wichtigsten Entgiftungsmaßnahmen, die wir überhaupt einmal letztendlich nutzen können?

00:23:23: Sehr schön!

00:23:24: Sehr schön.

00:23:25: Gegen Ende dem Podcast der Bau kurze Fragen, kurze Antworten.

00:23:30: Was ist der größte Irrtum übers Altern?

00:23:33: Das Altern heilbar ist.

00:23:35: Altern ist nicht heilbar.

00:23:36: Altern ist eine der gesündesten Prozesse, die vom ersten von den ersten Sekunden des Lebens beginnt und wunderbar für unsere menschliche Biologie ist.

00:23:45: Ein Satz an alle über vierzigjährigen?

00:23:49: Wer heute nicht beginnt sich endlich um sich selber zu kümmern wird mit siebzig abhängig sein von dass andere Menschen sich um uns kümmert.

00:23:57: und das wollen wir doch nicht weil wir unsere Selbstständigkeit dadurch verlieren.

00:24:02: Was solltest du in den ersten zehn Minuten des Morgens tun?

00:24:06: Möglicherweise mit einem guten Lächeln am offenen Fenster, ein wenig aktiv in den Tag starten und vor allem viel Sauerstoff tanken.

00:24:13: Ein bisschen die müden Muskeln wieder aufwecken und letztendlich der Geist wieder frisch machen.

00:24:17: also mache ein wenig Gymnastik bei offenem Fenster und das am besten jeden Morgen!

00:24:22: Okay dann die letzte Frage wenn du eine Sache für die Gesundheit empfehlen könntest aber nur eine Sache was wert ist?

00:24:31: Geh bitte so häufig wie möglich alle Wege zu Fuß Versuche jeden Transport von A nach B zur Fuß zurückzulegen und verzichte auf andere Hilfsmittel wie zum Beispiel Auto, Rad oder eben letztendlich auch die Scooter.

00:24:48: Danke.

00:24:50: Sehr informativ, einen Beitrag für deine Seite.

00:24:53: Gerne!

00:24:55: Das war's mit dieser Folge vom Halleluja-Podcast.

00:24:59: Wir hören uns nächste Woche.

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